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Großzügiges Gehege
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Direkt
gegenüber der großen Greifvogel-Voliere
finden die Polarwölfe zukünftig ihr
Zuhause. Die fünf Jungtiere aus dem
Zoo Wuppertal kamen im Mai 2008 zur
Welt. In Abstimmung mit dem Veterinäramt
und Regierungspräsidium wurde das
Gehege gestaltet: Ein Bachlauf, ein
See und ein Wasserfall ermöglichen
den Tieren, nach Lust und Laune baden
zu gehen. Aus Natursteinen wurden
Höhlen angelegt, in denen die Polarwölfe
Unterschlupf finden. Darüber hinaus
gibt es drei Rückzugszonen für die
Wölfe, mit einer Schutzhütte. Die
Besucher erhalten von vier verschiedenen
Positionen Einblicke in das etwa 3.500
qm große Gehege und können die Tiere
so optimal beobachten.
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Merkmale/Wesen
des Polarwolfes |
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Der Polarwolf - auch Weißwolf genannt
- gilt als die am wenigsten bekannte
Unterart des Wolfes. Auffallend an
dieser Wolfsart, die aus dem arktischen
Lebensraum stammt, ist das helle Fell.
Dies unterscheidet sie grundlegend
vom europäischen Wolf, der ebenfalls
im Wildparadies Tripsdrill lebt. Das
weiche, dichte und langhaarige Fell
der Polarwölfe ist fast weiß - schmutzigweiß
bis cremefarben, auf dem Rücken etwas
dunkler - mit einzelnen grauen und
schwarzen Haaren. Der Bauch ist weiß.
Die Ohren sind kleiner und rundlich
angelegt, die Schnauze etwas kürzer
und die Beine sind auffallend kurz.
Diese Merkmale hängen mit der Herkunft
der Unterart zusammen. Denn um den
tiefen Temperaturen von bis zu - 50°
Celsius Widerstand zu leisten, ist
weniger Angriffsfläche hilfreich.
Aus diesen Eigenschaften ergibt sich
eine etwas gedrungene Körperform.
Das Verhalten zeichnet sich durch
einen ruhigen, ausgeglichenen und
eher menschenscheuen Charakter aus.
Der solidarische Zusammenhalt prägt
das Rudel wesentlich stärker als bei
anderen Unterarten. Ein einzelner
Polarwolf könnte ohne sein Rudel nicht
lange überleben. Die normale Rudelstärke
liegt bei bis zu sieben Tieren. In
der freien Wildbahn jagen die die
Polarwölfe meistens kooperativ im
Rudel.
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Wölfe
im Wildparadies Tripsdrill |
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Über 130 Tiere sind im Wildparadies
Tripsdrill heimisch. Seit dem Jahr
1992 zählen auch die europäischen
Wölfe dazu. Mit den fünf Polarwölfen
erweitert der Wildpark sein Angebot
nun um eine weitere Attraktion. Die
Polarwölfe werden integriert in die
Fütterungsrunde, die bei ihren europäischen
Artgenossen startet. Bei dieser Wildfütterung
erklärt qualifiziertes Personal -
wie zum Beispiel Falkner Roland Werner
- Verhalten und Lebensweisen von Wölfen,
Luchsen und Greifvögeln. Natürlich
zeigen sich die Neuankömmlinge im
Wildparadies auch bei der diesjährigen
Tierweihnacht am 7., 14. und 21. Dezember.
Die Fütterungsrunde beginnt um 14.30
Uhr, täglich außer freitags - da legen
die Tiere einen Fastentag ein.
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Unterschied Hund - Wolf |
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Hunde werden in der Regel als Haustiere
gehalten. Rein biologisch gesehen
gehören sie aber zu den Raubtieren.
Eine Reihe von ihnen weisen Ähnlichkeiten
zum Wolf auf. Doch gibt es einige
charakteristische Merkmale, die eine
Unterscheidung möglich machen. So
tragen Wölfe ihren Schwanz meist waagerecht
oder etwas gesenkt, während Hunde
ihn oft nach oben stellen und damit
wedeln. Der Schädelbau gestaltet sich
ebenso wie das Paarungsverhalten anders.
Wölfe können ein Mal pro Jahr Nachwuchs
zur Welt bringen, bei Hunden kann
dies zwei Mal der Fall sein.
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Beziehung
Mensch - Wolf |
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Für Völker, die sich hauptsächlich
von der Jagd ernährten, war der Wolf
ein ebenbürtiger und teilweise überlegener
Konkurrent. Sesshafte Völker dagegen
sahen in ihm einen Feind, der die
Nutztiere raubte. So ergab sich auch
der Fabelname "blutrünstiger Isegrim".
Die starke Ausbreitung menschlicher
Siedlungs- und Agrarflächen führte
natürlich dazu, dass es zu Haustierverlusten
durch die Wölfe kam. Belege für Angriffe
gesunder Wölfe auf Menschen gibt es
allerdings in Europa nicht. So galt
der Wolf seit dem 19. Jahrhundert
in Deutschland als ausgestorben. Seit
den 1990er Jahren werden die Isegrims
in der Lausitz langsam wieder heimisch.
Sie kamen über die polnische Grenze
nach Deutschland und hielten sich
zunächst verstärkt auf Truppenübungsplätzen
auf. Außerdem sind in Mecklenburg-Vorpommern,
Brandenburg, Niedersachsen und Hessen
einzelne frei lebende Wölfe gesichtet
worden. Mit dem nötigen Schutz dieser
Tiere und der langsamen Ausbreitung
kann man davon ausgehen, dass diese
inzwischen artgeschützten Tiere in
Deutschland wieder dauerhaft ansässig
werden.
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©
Text: Tripsdrill 28.11.2008
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